Old Spice hat die Werbewelt im Sturm erobert, das ist gerade einmal ein paar Wochen her. Viel wurde seitdem über den vermeintlichen Verkaufs-Erfolg der “Smell like a man, man” Kampagne spekuliert und geschrieben. Jetzt legt W+K auch in dieser Frage nach – mit einer Case Study zur Kampagne. Ein Must-See für jeden Werbemann.
Zeitungskrise – US-Journalisten fürchten den eigenen Untergang. So apokalyptisch war die Stimmung unter US-Medienmachern selten. Mehr als die Hälfte der Befragten in einer Studie unter Zeitungsjournalisten gibt dem eigenen Haus nur noch zehn Jahre oder weniger – wenn sich nicht neue Geldquellen auftun. Die aber sind nicht in Sicht: Die Magazin-Erlöse etwa gingen erneut zurück.
Lee Clow, Global Director von Media Arts, TBWA Worldwide redet mit Alex Bogusky, Partner, Crispin Porter + Bogusky “Agency of the Year 2008″ und Vorreiter in Sachen Social Media Advertising über die Zukunft der Werbung. Unbedingt ansehen:
Die wichtigsten Veränderungen, die in den nächsten Jahren auf die Werbe- Marketing- und Mediabranche zukommen: Der Marketing- und Werbezunft ist schon oft das Totenglöcklein geläutet worden. In den nächsten Jahren wird es aber richtig ernst. Denn mittlerweile gibt es nicht mehr nur ein diffuses Unbehagen der Nutzer an der Marktschreierei.
Einer aktuellen Studie der Duke University zufolge werden sich auch 2010 die Media-Budgets dramatisch verschieben. Dabei geht die Aufmerksamkeit ein Stück vom Suchmaschinenmarketing (plus 5,5 %) weg und verlagert sich u. a. auf Online-Videos (plus 40 %).

Will man ein Produkt promoten, nimmt man es am besten von der Speisekarte, hatte sich Crispin Porter & Bogusky im Dezember 2007 gedacht und nahm den Whopper von der Burger King Speisekarte (wir berichteten).
Dafür gab es letzte Woche den Grand Effie in den USA. Hier alle Hintergründe:

Kondomwerbung mit Mao: Grey Deutschland hat mit einer Anzeigenserie für Wirbel gesorgt, die – so die Agentur – “nie in irgendeinem bezahlten Medium erschienen ist”. Dabei handelte es sich um Kondomwerbung für den Kunden DocMorris.

Die “New York Times” setzte mit ihrer Web-Ausgabe jahrelang Trends und Standards. Um mehr Leser im Netz zu erreichen, will die renommierte Zeitung radikal neue Wege gehen. Im Online Publishing könnte schon bald nichts mehr sein wie es vorher war.

Nicht nur die Pittsbourgh Steelers gewannen die diesjährige Schlacht um den SuperBowl (übrigens zum 6ten Mal, was sie zum alleinigen Rekordhalter macht), sondern auch Pepsi und CareerBuilder konnten die Schlacht für sich entscheiden.

Vergesst das Branding. Geht verkaufen. In Zeiten einer massiven Finanz- und Wirtschaftskrise stellen sich die Marken natürlich die Frage, wie effizient sie mit ihrer Werbung gegen die allgemeine Kaufzurückhaltung der Verbraucher antreten können.
Interpublic Mediabrands CEO Nick Brien empfiehlt jeder Marke in der Rezession das konsequente “Hardselling”, zu Lasten rein markenorientierter Kommunikation.

Die amerikanische Marketing Zeitung AdvertisingAge hat Barrack Obama im letzten Monat zum “Marketer of the Year” gewählt.
Al Ries, Amerikas Marketing Guru und Bestseller Autor, hat die Obama Kampagne in einem bemerkenswerten Artikel in der gleichen Zeitung analysiert: “Was Marketer von Obamas Kampagne lernen können”.

Alle Texter dieser Welt sollten sich diese wenigen Worte Barack Obamas ungefähr 100 mal anhören.

Die Internet-Suche über Services wie Google oder Yahoo! ist die folgenreichste Entwicklung für die gesamte Marketing-Branche innerhalb der letzten 10 Jahre. Das ist die mehrheitliche Meinung von 350 internationalen Führungskräften aus den Bereichen Marketing, PR, Vertrieb und Geschäftsführung.

Sebastian Turner, 42, Aufsichtsrat der Commarco -Holding und langjähriger Teilhaber und Partner der Tochteragentur Scholz & Friends, sieht die Werbebranche vor einem Wandel.
So wie auf gedruckte Anzeigen spezialisierte Agenturen von neuen Mitbewerbern verdrängt worden seien, die in bewegten Bildern gedacht hätten, stehe mit dem Siegeszug des Internets eine neue Generation von Werbern auf der Fußmatte.

Junge TV-Zuschauer wandern ins Internet ab. Junge Zuschauer wenden sich ab vom Antennen-, Kabel- und Satelliten-Fernsehen. Diese Entwicklung bestätigt eine Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Nun ist also klar: der demokratische Kandidat für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten heisst Barack Obama. Hat man den Vorwahlkampf Marathon seit Januar verfolgt, und ist obendrein noch Werber, bekommt man schon ein gutes Stück Glauben an die Kraft der Kommunikation zurück.
Aber halt. Eines nach dem anderen. Was war eigentlich geschehen?











